Laser Medizin Zentrum Rhein Ruhr
Laser Medizin Zentrum Rhein Ruhr

Hautkrebs

Steigende Hautkrebszahlen

Mit 140 000 Neuerkrankungen pro Jahr (2014: 250.000!) sind Hautkrebserkrankungen die häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die Anzahl der Neuerkrankungen bei hellem Hautkrebs hat sich seit den 60er Jahren Jahrzehnt für Jahrzehnt verdoppelt. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind zur Zeit  in Deutschland rund 2.000 Todesfälle jährlich bedingt durch Maligne Melanome (maligne=bösartig, der sog. "schwarze Hautkrebs") zu verzeichnen. Diese Zahlen machen die Dringlichkeit der Aufklärung und Früherkennung von Hautkrebs (Hautkrebs-Screening) deutlich.

 

Wie entsteht Hautkrebs

Hauptursache für die Entstehung von Hautkrebs ist das Sonnenlicht, genauer: die Dosis der UV-Strahlung, die der Betroffene im Laufe seines Lebens erhalten hat.  

 

Welche Hautkrebsarten gibt es?

Man unterscheidet den so genannten weißen Hautkrebs (Basaliom, Spinaliom) vom so genannten schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom). Des Weiteren existieren Krebsvorstufen, wie z.B. die Aktinische Keratose oder Morbus Bowen. Insbesondere diese Krebsvorstufen lassen sich gut durch die Photodynamische Therapie (PDT) behandeln.

 

Der sog. "weiße Hautkrebs": Basaliom, Spinaliom

Das Basaliom (Basalzellkarzinom) ist ein Tumor des Deckgewebes (Epithels) der Haut. Verursacht wird dieser Hautkrebs meist durch intensive Sonneneinstrahlung. Die so genannten "Sonnenterassen" Nase, Gesicht, Stirn, Schläfe, Ohren sind in den meisten Fällen betroffen.
Das Basaliom schädigt das umliegende Gewebe und kann unbehandelt selbst Kochengewebe zerstören, bildet aber nur in extrem seltenen Fällen Metastasen. In Deutschland erkranken auf 100.000 Einwohner 100 jährlich an einem Basaliom.

Ein Basaliom tritt meist erst im späteren Lebensalter – jenseits der 60 – auf. Doch Hautärzte beobachten, dass zunehmend auch jüngere Menschen erkranken. Hierfür machen sie veränderte Verhaltensweisen in der Freizeit und im Urlaub verantwortlich.

 
Spinaliome (Plattenepithelkarzinome, Spinalzellkarzinome, Stachelzellkrebs) entwickeln sich wie das Basaliom in erster Linie auf schwer lichtgeschädigter Haut bei bereits vorhandenen Krebsvorstufen. Diese Krebsart ist nach dem Basalzellkarzinom der zweithäufigste Hautkrebs. In Mitteleuropa treten jedes Jahr etwa 25 bis 30 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner auf. Das Durchschnittsalter liegt bei 65 bis 70 Jahren, Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

 

Der "Schwarze Hautkrebs": Malignes Melanom

Das Maligne (= bösartige) Melanom ist ein hochgradig aggressiver Tumor der Pigmentzellen. Diese Krebsform ist die am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrankheit mit weltweit stark steigender Anzahl an Neuerkrankungen.

In Mitteleuropa werden zur Zeit ca. 12 bis 18 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner jährlich verzeichnet, in Australien und dem Süden der USA liegt die Rate der Neuerkrankungen bei 30 bis 45 auf 100.000 Einwohner pro Jahr.
 
Wie wird Hautkrebs behandelt?
Sollte Ihr Hautarzt eine Form von Hautkrebs oder eine Hautkrebsvorstufe bei Ihnen feststellen, wird er umgehend eine geeignete Therapie veranlassen. Diese kann bei Krebsvorstufen aus der Photodynamischen Therapie (PDT) bestehen. Andere Formen müssen operativ entfernt, histologisch begutachtet und ggf. eine weiterführende Therapie veranlasst werden. Ein Trost: Früh erkannt, ist Hautkrebs in fast 100 % der Fälle vollständig heilbar. Deshalb: Gehen Sie regelmäßig zur hautärztlichen Kontrolle und zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen, wenn ein Muttermal Sie beunruhigt!

Was kann ich tun? - Schützen Sie sich!

 

Schon Kinder vor zu viel Sonne schützen!
Hautkrebsvorsorge beginnt im Kindesalter. Kinder sollten nur wenig der Sonne ausgesetzt werden, die Mittagssonne sollte nach Möglichkeit gemieden werden. Das Auftragen von Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor ist ein Muss. Dieser sollte durch eine Kopfbedeckung, T-Shirt und Hose ergänzt werden. Und auch Kinder sollten eine Sonnenbrille tragen.


Nie mehr Sonnenbrand!
Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) hat in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den „UV-Check“ entwickelt – ein kostenloses Informationsangebot rund um den Sonnenschutz. Zu jeder Zeit und für fast jeden Ort in ganz Europa kann man hier per Internet oder per SMS für den jeweiligen Hauttyp die maximale Eigenschutzzeit der Haut bestimmen lassen. Weitere Informationen und Anmeldung im Internet unter: www.uv-check.de
 
Was können Sie für Ihre Haut tun?
  • Schützen Sie Kinder so gut es geht vor der Sonne (Hut, T-Shirt, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor).
  • Gehen Sie in den Schatten und vermeiden Sie direkte Sonne, wenn Sie am stärksten scheint (zwischen 12 und 16 Uhr).
  • Schützen Sie Ihre Haut und Ihre Augen (Hut, T-Shirt, Hemd, Sonnenbrille).
  • Gewöhnen Sie Ihre Haut nach und nach an die Sonne.
  • Vermeiden Sie Sonnenbrand!
  • Cremen Sie sich alle 2 Stunden mit Sonnenmilch ein (hoher Lichtschutzfaktor).
  • Gehen Sie nicht auf die Sonnenbank.
  • Ist Ihre Haut nach einem Aufenthalt in der Sonne gerötet, heißt das, dass Sie einen Sonnenbrand haben. Er ist besonders schlimm, wenn die Haut auch nach zwei Tagen noch schmerzt oder sogar Brandblasen hat.

 

Wer ist gefährdet?
Hautkrebs kommt am häufigsten bei Menschen vor, die über 50 Jahre alt sind oder die einer dauerhaften oder starken Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind.

Besonders gefährdet sind Sie, ...

  • wenn Sie eine besonders helle Haut haben oder schnell einen Sonnenbrand bekommen.
  • wenn Sie Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend hatten.
  • wenn Sie viel Zeit in der Sonne verbringen z.B. in Ihrer Freizeit oder während der Arbeit.
  • wenn Sie sich immer wieder kurzzeitig einer starken Sonnenbestrahlung aussetzen, wie in den Ferien.
  • wenn Sie auf die Sonnenbank gehen.
  • wenn Sie mehr als 50 Pigmentmale am Körper haben.
  • wenn Hautkrebs in der Familie liegt.
  • wenn Sie über 50 Jahre alt sind.
  • nach einer Organtransplantation.

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Laser Medizin Zentrum Rhein-Ruhr

Laser Medizin Zentrum

Rhein-Ruhr

Porschekanzel 3-5

45127 Essen

 

Tel:  +49 201 2437770

Fax: +49 201 2437769

Mo:  08:30 - 19:00 Uhr

Di:   09:30 - 19:00 Uhr

Mi:   09:30 - 17:30 Uhr

Do:  09:30 - 19:00 Uhr

Fr:   09:30 - 14:30 Uhr

Sa: nach Vereinbarung